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Bild Strand mit einzelnem Strandkorb

Headline Der Weg zu Kur

1. Ihr Hausarzt stellt ein Attest für Sie und Ihre Kinder aus für eine Mutter/Vater-Kind-Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. Für jedes Kind muss ein eigenes Attest ausgestellt werden, in dem die Notwendigkeit einer Mutter-Kind-Vorsorgemaßnahme nach § 24 SGB V oder einer Rehabilitationsmaßnahme nach § 41 SGB V feststellt wird.

 

2. Das Attest enthält die für Mutter-/Vater- und Kind-Maßnahmen typischen Indikationen in Stichworten. Die Hauptindikationen bilden die unter dem „Syndrom mütterlicher Erschöpfung“ zusammengefassten Kontextfaktoren, die für die Begründung einer Mutter/Vater-Kind-Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme maßgeblich sein können.

 

3. Mit diesem Attest wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse. Der weitere Ablauf ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich. In jedem Fall muss ein Kurantrag ausgefüllt werden, den Sie bei Ihrer Krankenkasse erhalten.

 

4. Den Kurantrag füllen Sie zusammen mit dem behandelnden Arzt aus. Für jedes behandlungsbedürftige Kind muss ein eigener Antrag ausgefüllt werden. Die Hauptzielperson für eine Mutter-/Vater-Kind Maßnahme ist die Mutter bzw. der Vater. Die Gesundheit der Mutter/des Vaters hat bei einem Antrag auf eine Mutter-/Vater-Kind Maßnahme oberste Priorität. Im Mittelpunkt steht dabei der Arbeitsplatz „Familie“. Hier liegt die Kostenträgerschaft bei den Krankenkassen.

Handelt es sich um den Erhalt oder die Wiederherstellung der gewerblichen Arbeitskraft, ist für die Übernahme der Kosten die Rentenversicherung Bund zuständig. Für Vorsorgemaßnahmen nach § 24 SGB V sind ausschließlich die Krankenversicherungen die Kostenträger. Für Rehabilitationsmaßnahmen nach § 41 SGB V kann bei Vorliegen bestimmter, rechtlicher Voraussetzungen und wenn es sich vorwiegend um die Stärkung der gewerblichen Arbeitskraft handelt, als Kostenträger die Rentenversicherung Bund in Frage kommen.

 

5. Der Selbstauskunftsbogen (gibt es nicht bei allen Krankenkassen) ist neben dem Kurantrag das wichtigste Antragsdokument. Er enthält Fragen nach der psychosozialen Belastungssituation Ihres häuslichen und beruflichen Umfeldes. Der Kostenträger und der MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) möchten von Ihnen wissen, ob Sie in Ihrem häuslichen und beruflichen Umfeld durch Mehrfachbelastungen und Risikofaktoren gesundheitlich gefährdet sind.

Möglicherweise liegen bei Ihnen bereits Fähigkeitsstörungen, Gesundheitsschäden und Beeinträchtigungen vor. Diese psychosozialen Krankheitsbilder gehören zum Leitsyndrom mütterlicher/väterlicher Erschöpfung. Bei der Begutachtung Ihres Antrages wird daher insbesondere das biopsychosoziale Krankheitsmodell zugrunde gelegt. Nehmen Sie sich bei der Ausfüllung des Selbstauskunftsbogens Zeit und holen Sie sich notfalls den professionellen Beistand eines Arztes oder eines Psychologen. Je besser der Gutachter Ihre Situation einschätzen kann, desto eher wird Ihr Antrag bewilligt.

Mehr Informationen über die Begutachtungsrichtlinien finden Sie unter unseren Downloads.

 

6. Mit einer persönlichen Stellungnahme ergänzen und kommentieren den Selbstauskunftsbogen. Zur Begutachtung durch die Entscheidungsträger ist dringend eine ganz persönliche Schilderung Ihrer familiären Alltagssituation zu empfehlen. Erst dadurch werden die Ursachen für Ihre außerordentliche Belastungssituation für den Kostenträger transparent und nachvollziehbar. Orientieren Sie sich bei dieser Selbstdarstellung an den oben genannten Kontextfaktoren.

 

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Beratung & Information, Joachim Baumgarn, Telefon (04367) 71 81 51